Eishockey mit Kindern bei den Löwen Frankfurt – Gänsehaut im Löwenkäfig
Eishockey mit Kindern? Für mich passt das ziemlich perfekt zusammen. Gerade ein Heimspiel der Löwen Frankfurt ist viel mehr als einfach nur 60 Minuten Sport. Es ist laut, schnell, emotional, manchmal ein bisschen wild – und diese ganz besondere Atmosphäre in der Frankfurter Eissporthalle beginnt lange bevor der erste Puck fällt.
Ich bin selbst Eishockey-Fan, seit ich ungefähr 14 oder 15 Jahre alt bin. Deshalb wollte ich dieses Erlebnis irgendwann natürlich auch mit meiner Familie teilen. Wir sind immer wieder bei den Löwen Frankfurt und haben die Atmosphäre deshalb schon ganz unterschiedlich erlebt. Mit den Kids hatten wir auch schon Sitzplätze – gerade beim Family Day ist das angenehm. Meistens stehen wir aber im Stehplatzbereich, weil dort dieses typische Eishockeygefühl für uns noch einmal besonders intensiv rüberkommt.
Und spätestens als die ersten Wunderkerzen in der Halle leuchteten, war klar:
Eishockey funktioniert auch mit Kindern. Vielleicht sogar besonders gut.

Schon vor dem Spiel beginnt das Erlebnis
Wer zum ersten Mal zum Eishockey geht, sollte nicht erst zwei Minuten vor Spielbeginn auf seinem Platz sitzen.
Denn ein großer Teil dessen, was einen Besuch bei den Löwen Frankfurt ausmacht, passiert schon vorher.
Die Spieler kommen zum Warm-up aufs Eis. Die Halle füllt sich langsam. Die Musik läuft, auf den Rängen steigt die Stimmung und man merkt förmlich, wie sich alles auf diesen einen Moment vorbereitet.
Das ist schwer mit einem Spiel vor dem Fernseher zu vergleichen.
In einer geschlossenen Eishalle bleiben Musik, Stimmen und Fangesänge nicht irgendwo im Stadion hängen. Sie sind einfach überall.
Man sitzt mittendrin.
Und genau das macht dieses besondere Eishockey-Feeling aus.
Wunderkerzen, Löwenhymne und Gänsehaut
Dann kommt einer dieser Momente, wegen denen ich Eishockey so liebe.
Die Halle wird dunkler.
Auf den Rängen gehen die Wunderkerzen an.
Überall kleine Lichter. Daneben Kinder, die mit großen Augen auf das Eis schauen und ihre Wunderkerze in der Hand halten.
Und dann kommen die Löwen.
Das Einlaufen der Mannschaft gehört für mich zu den Momenten, die man einem Kind kaum erklären kann. Man muss es erleben.
Die Musik. Die Fans. Die Lichter. Die Löwenhymne.
Und natürlich Rüdiger Storch.
Der langjährige Stadionsprecher gehört zu einem Heimspiel der Löwen einfach dazu. Wenn er aufs Eis kommt, die Fans begrüßt und die Halle anheizt, merkt man sofort:
Jetzt geht es los.
Das ist kein nüchternes „Willkommen zum heutigen Spiel“.
Das ist Löwenkäfig.
Und wenn dann tausende Menschen gemeinsam die Mannschaft feiern, während neben einem das eigene Kind mit leuchtenden Augen auf das Eis schaut, hat man ziemlich schnell dieses berühmte Gänsehautgefühl.
Und dann wird es plötzlich richtig schnell
Wer Eishockey hauptsächlich aus dem Fernsehen kennt, denkt vielleicht erst einmal:
Wie soll ich diesem kleinen Puck überhaupt folgen?
Ja, Eishockey ist schnell.
Sehr schnell sogar.
Aber erstaunlicherweise funktioniert das im Stadion viel besser, als man zunächst denkt.
Man sieht nicht nur den Puck. Man sieht das ganze Spiel.
Wie sich die Mannschaften verschieben. Wie ein Angriff entsteht. Wie ein Spieler plötzlich beschleunigt. Wie ein Check gefahren wird und wie innerhalb weniger Sekunden aus einer vermeintlich ungefährlichen Situation eine Torchance entsteht.
Dazu hört man das Kratzen der Kufen auf dem Eis, das Krachen an der Bande und den Schlag des Pucks.
Das bekommt man vor dem Fernseher einfach nicht genauso mit.
Nach ein paar Minuten ist man drin.
Und dann wird aus „Das ist aber schnell“ ziemlich schnell:
Los! Los! Los!

Wenn der Schiri plötzlich nicht mehr der beliebteste Mann der Halle ist
Und dann gibt es da noch diese kleinen Dinge, die man wahrscheinlich nur versteht, wenn man einmal live beim Eishockey war.
Zum Beispiel den Moment, in dem der Schiedsrichter eine Entscheidung trifft, die von den Löwen-Fans – sagen wir einmal – nicht vollständig geteilt wird.
Und irgendwann fliegt das erste Gummihuhn aufs Eis.
Spätestens dann schaut ein Kind neben einem vermutlich etwas irritiert und gleichzeitig ziemlich begeistert.
Warum fliegt da ein Huhn?
Nun ja.
Eishockey.
Manches muss man nicht erklären. Man muss es einfach einmal erlebt haben.
Genau solche Traditionen und kleinen Verrücktheiten gehören zu dieser Sportart dazu und machen einen Nachmittag im Löwenkäfig eben zu etwas anderem als einen Besuch beim klassischen Rundsport mit Ball und zwei Toren.
Ja, manchmal wird auch etwas rustikaler diskutiert
Eishockey ist kein körperloser Sport.
Da wird gecheckt, gedrängelt und an der Bande auch mal ordentlich dagegengehalten.
Und manchmal sind sich zwei Spieler über eine bestimmte Spielsituation offenbar so uneinig, dass die Diskussion nicht ausschließlich mit Worten geführt wird.
Dann gibt es eine Rangelei.
Handschuhe fliegen vielleicht.
Ein bisschen Geschubse.
Vielleicht auch mal mehr als ein bisschen.
Natürlich gehört auch das irgendwie zum Eishockey dazu.
Aber genau dieser Kontrast ist spannend: Auf dem Eis geht es teilweise richtig zur Sache, während die Atmosphäre rundherum trotzdem unglaublich familienfreundlich sein kann.
Für Kinder ist das meistens weniger „Oh Gott, Gewalt!“ und eher:
„Papa! Hast du das gesehen?!“
Ja.
Habe ich.
Und wahrscheinlich gerade genauso geguckt.
Auf dem Eis Rivalen – auf den Rängen erstaunlich entspannt
Was ich am Eishockey außerdem immer wieder angenehm finde, ist die Stimmung zwischen den Fans.
Natürlich wird die eigene Mannschaft angefeuert.
Natürlich wird über den Schiedsrichter gemeckert.
Natürlich bekommt auch der Gegner gelegentlich zu hören, dass man mit seiner aktuellen Leistung nicht vollständig zufrieden ist.
Das gehört dazu.
Aber daneben erlebt man rund um Eishockeyspiele meistens eine sehr entspannte Atmosphäre.
Fans unterschiedlicher Mannschaften stehen nebeneinander, unterhalten sich, trinken gemeinsam etwas und gehen nach dem Spiel wieder auseinander.
Diese Mischung aus großer Emotionalität während des Spiels und vergleichsweise entspannter Stimmung außerhalb des Eises finde ich gerade mit Kindern sehr angenehm.
Man muss also keine Angst haben, dass ein intensives Spiel automatisch eine unangenehme Atmosphäre rundherum bedeutet.
Im Gegenteil.
Gerade dieses Gemeinschaftsgefühl gehört für mich zum Eishockey dazu.

Warum Eishockey mit Kindern so gut funktioniert
Für Familien hat Eishockey für mich einige ziemlich große Vorteile.
Ganz vorne steht natürlich:
Das Wetter ist völlig egal.
Regen? Egal.
Kälte draußen? Egal.
Schmuddelwetter im Rhein-Main-Gebiet? Ebenfalls egal.
Man sitzt in der Halle und bekommt trotzdem einen Familienausflug, bei dem richtig etwas passiert.
Dazu kommt, dass ein Eishockeyspiel immer wieder unterbrochen wird. Es gibt Drittelpausen, Musik und Unterhaltung rund um das eigentliche Spiel.
Das macht es gerade mit Kindern angenehm.
Und dann passiert auf dem Eis eben ständig irgendetwas.
Eishockey hat kaum diese langen Phasen, in denen minutenlang wenig passiert. Die Spieler wechseln ständig, das Spiel geht hin und her und eine Situation kann innerhalb weniger Sekunden komplett kippen.
Das hält auch die Aufmerksamkeit der Kinder erstaunlich gut.
OUTDOORDAD CHECK
Löwen Frankfurt mit Kindern auf einen Blick
Ort
NIX Eissporthalle Frankfurt
Wetter
komplett indoor
Mit Kindern
ja, absolut familientauglich
Sitz- oder Stehplatz
beides möglich; wir stehen meistens
Family Day
ausgewählte Sonntage ab 14 Uhr
Zeit einplanen
rund 3 Stunden inklusive Pausen
Family Day bei den Löwen Frankfurt
Besonders interessant für Familien sind die Family Days der Löwen Frankfurt.
Die Spiele finden sonntags am frühen Nachmittag statt und sind damit aus meiner Sicht ideal, wenn man mit Kindern zum Eishockey möchte.
14 Uhr ist einfach eine familienfreundliche Zeit.
Man kann entspannt hinfahren, das Spiel erleben und ist anschließend trotzdem nicht mitten in der Nacht wieder zu Hause.
Für die Saison 2026/27 gibt es bei den Löwen zwei Family Days:
- 25. Oktober 2026 gegen die Grizzlys Wolfsburg
- 10. Januar 2027 gegen die Fischtown Pinguins Bremerhaven
Spielbeginn ist jeweils um 14 Uhr.
Beim aktuellen Family-Day-Angebot können zu einem vollzahlenden Erwachsenen bis zu zwei Kinder oder Jugendliche bis einschließlich 17 Jahre kostenlos mitkommen. Das Angebot gilt für ausgewählte Sitz- und Stehplatzbereiche.
Da sich Termine und Konditionen ändern können, solltet ihr vor der Buchung trotzdem noch einmal direkt bei den Löwen Frankfurt nachsehen.

Sitzplatz oder Stehplatz mit Kindern?
Mit den Kids hatten wir auch schon Sitzplätze, gerade bei einem Family Day ist das für den Einstieg sehr angenehm. Meistens findet ihr uns bei den Löwen aber im Stehplatzbereich – dort sind wir näher an den Gesängen, an der Stimmung und an genau diesem Eishockeygefühl, das für uns zu einem Heimspiel dazugehört.
Natürlich gehört die Stehkurve zur Eishockeykultur dazu und dort ist die Stimmung noch einmal besonders intensiv.
Mit Kindern hat ein Sitzplatz aber einen großen Vorteil: Man hat seinen festen Platz, kann zwischendurch sitzen und das gesamte Spielfeld gut überblicken.
Gerade wenn eure Kinder Eishockey noch nicht kennen, finde ich das für den Einstieg ziemlich angenehm.
Eigentlich geht es gar nicht nur um Eishockey
Und genau das ist wahrscheinlich der Punkt, den ich an diesem Ausflug so mag.
Natürlich fahren wir zu den Löwen, um Eishockey zu sehen.
Aber wenn ich an einen solchen Nachmittag zurückdenke, denke ich nicht zuerst an irgendeinen Spielstand.
Ich denke an die Halle.
An die Musik.
An Wunderkerzen.
An die Löwenhymne.
An Rüdiger Storch auf dem Eis.
An ein Gummihuhn, das plötzlich Richtung Eisfläche fliegt.
An das Krachen an der Bande.
An die kleinen Rangeleien, wenn zwei Spieler ihre Meinungsverschiedenheit etwas körperlicher austragen.
An dieses Gemisch aus Kälte vom Eis und aufgeheizter Stimmung auf den Rängen.
Und an ein Kind neben mir, das einfach komplett in dieses Erlebnis eintaucht.
Das ist für mich Familienzeit.

Unser Fazit: Einfach mal ausprobieren
Ihr müsst keine eingefleischten Eishockeyfans sein, um mit euren Kindern zu einem Spiel der Löwen Frankfurt zu gehen.
Vielleicht kennt ihr nicht einmal alle Regeln.
Das ist vollkommen egal.
Geht hin. Seid früh genug da. Schaut euch das Warm-up an. Erlebt das Einlaufen. Zündet eure Wunderkerzen an. Hört die Löwenhymne und lasst euch von der Stimmung mitnehmen.
Staunt über das Tempo.
Lacht über das erste Gummihuhn.
Regt euch gemeinsam über eine Schiedsrichterentscheidung auf, bei der natürlich völlig offensichtlich ist, dass der Schiri das komplett falsch gesehen hat.
Und wenn sich auf dem Eis zwei Spieler etwas näher kennenlernen, als es der Spielordnung eigentlich lieb ist, gehört auch das irgendwie dazu.
Spätestens wenn der Puck fällt und die Halle beim ersten Angriff laut wird, versteht man ziemlich schnell, warum Menschen diesem Sport verfallen.
Eishockey ist schnell.
Eishockey ist laut.
Eishockey ist körperlich.
Eishockey ist manchmal herrlich verrückt.
Und live im Löwenkäfig ist es vor allem eines:
Atmosphäre pur – und ein verdammt cooles Erlebnis mit Kindern.

